Chronik

Wir blicken zurück auf unsere über 100 Jahre alte Vereinsgeschichte.

Zusammengetragen von Theo Span.


1899

Als am 01.07.1099 der umtriebige Volksschullehrer Alfred Haltenberger nach Illerzell versetzt wurde, gründete er noch im selben Jahr die Freiwillige Feuerwehr, einen Schützenverein, die Musikkapelle "Fröhsinn" sowie den Gesangverein "Cäcilia Illerzell". Das war ihm allerdings noch nicht genug. Deshalb förderte er auch innerhalb des mitgliederstarken Gesangvereins das Theaterspiel. Bereits im Jahr 1901 wurde im Pfarrstadel eine Bühne eingebaut und von Ende Mai bis Ende Juli 1901 unter musikalischer Begleitung der Musikkapelle das Melodrama "Joseph und seine Bürder" und noch zusätzlich das Lustspiel "Der Nachtwächter von Feldmoching" insgesamt 15 mal auf die Bühne gebracht. Auch im folgenden Jahr wurde wieder in mehreren Aufführungen Theater gespielt und zwar Stücke aus eigener Feder von Alfred Haltenberger. Leider wurde Lehrer Haltenberger im Jahre 1903 schon wieder versetzt und ohne seinen Antrieb schlief das so erfolgreiche Theaterspiel wieder ein. 


1948

Zwischen den beiden Weltkriegen wurde unter der Regie von Wilhelm Sauter das Theaterspiel wieder etwas belebt. 1918 brachten die Mitglieder vom Gesangverein "Cäcila" und 1929 die Musiker der Musikkapelle "Frohsinn" wieder ein Stück auf die Illerzeller Theaterbühne, inzwischen im Saal des Gasthauses "Zur Traube". Erst nach dem 2. Weltkrieg kam das Illerzeller Theaterspiel wieder richtig in Schwung. Von 1948 bis zum Jahr 1968 wurden wiederum im Gasthaus "Zur Traube" abwechselnd vom Sportverein unter der Regie von Albert Sauter oder von der Musikkapelle unter der Regie von Ferdinand Kirsch jeweils zur Weihnachtszeit dramatische Mehrakter sowie lustige Einakter an mehreren Tagen aufgeführt. Mit der Schließung des Gasthauses und somit fehlender Bühne endete auch vorübergehend das Illerzeller Theaterspiel. Mit dem Bau des Illertalgymnasiums und der integrierten Aula ergab sich wieder die Möglichkeit für ein Theaterspiel. 


1984

In den Jahren von 1984 bis 1991 konnte im Rahmen der Illerzeller Dorfabende in der Aula des Gymnasiums wieder jährlich ein lustiger Einakter auf die Bühne gebracht werden. Regie führte jetzt Theo Span, der jährlich eine immer größere Schar zum Theaterspiel animierte. Theaterrequisiten wurden eifrig gesammelt und neue Bühnenelemente gebaut. Im Jahr 1990 wurden im inzwischen vom Sportverein und Trachtenkapelle gemeinsam gebauten Vereinsheim Gasthaus "Zum Brückle" mit großem Erfolg von der neu gegründeten "Illerzeller Theatergruppe" im völlig ausverkauften Saal abendfüllende lustige Einakter aufgeführt. Der Erfolg animierte die Illerzeller Theatergruppe zu jetzt jährlich stattfindenden Theaterabenden im Saal des Gasthauses "Zum Brückle". Weiterhin wurden stets im abendfüllenden Programm mehrere lustige Einakter mit musikalischer Begleitung in den Spielpausen gespielt. Oft mangelte es an passenden Stücken,deshalb schrieb Theo Span die aufgeführten Einakter oftmal selbst und so wurde immer wieder so manchem Spieler seine Rolle auf den Leib geschnitten. Der Erfolg blieb. Aus zwei Aufführungen wurden mit den Jahren vier, sechs und acht Spielabende. Theo Span fungierte als Vorstand, Regisseur, Spieler und Autor. Die Schar der Spieler vergrößerte sich von Jahr zu Jahr. 


1998

Als Theo Span im Jahr 1998 aus privaten Gründen seine Theaterlaufbahn beendete übernahm Thomas Kaim das Amt des 1. Vorstands. Im selben Jahr entstand aus der Interessengemeinschaft "Illerzeller Theatergruppe" der Verein "MundART Theater Illerzell e.V.".


2004

2004 übernahm Edmund Klingler das Amt des ersten Vorsitzenden, der den Verein über viele Jahre erfolgreich führte. 


2012

Aufgrund des Interesses von jugendlichen Spielern am Theaterspiel wurde im Jahr 2012 die Jugendgruppe "Illerzeller Bühnenwusel" gegründet. Unter der Spielleitung von Nicole Habres und der Organisation von Ute Hieber traten die Jugendlichen schon bald in die erfolgreichen Fußstapfen der älteren Spieler von "MundART Illerzell". 


2016

Im Jahre 2016 übernahm Jutta Kast den Vorsitz des Vereins.